Kooperatives Netzwerk EZBB

Berufliche Rehabilitation

Voraussetzung für die berufliche Eingliederung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Epilepsie ist zum einen eine an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Diagnostik und Behandlung. Zum anderen sind umfassende arbeits- und sozialmedizinische Kenntnisse erforderlich. Notwendig ist also eine intensive Zusammenarbeit von Einrichtungen der Akutbehandlung und medizinischen Rehabilitation mit Trägern der beruflichen Rehabilitation.

Um dies zu gewährleisten, besteht zwischen dem Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg und dem Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW) eine enge Kooperation. Ziel ist es, jungen Menschen mit Epilepsie durch ein integriertes Unterstützungs- und Behandlungsangebot eine Lebensperspektive zu eröffnen und ihnen zu einer qualifizierten, ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechenden Berufsausbildung zu verhelfen.

Derzeit wird im Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin in 20 verschiedenen Berufen ausgebildet (z.B. Metalltechnik, Holztechnik bis hin zu Kommunikationselektronik und Gastronomie). Für die Ausbildung in gastronomischen Berufen steht ein eigenes Ausbildungshotel in Zeuthen zur Verfügung. In allen Bereichen werden auch berufsvorbereitende Maßnahmen angeboten. Die Berufsschule und das Internat (165 Plätze) sowie die intensive Integrationsberatung zur Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt runden das Angebot ab.

Aufgenommen werden weibliche und männliche Jugendliche mit den unterschiedlichsten Behinderungsarten. Leistungsträger der Arbeitserprobung, des Förderlehrganges sowie der Ausbildung ist in der Regel die Bundesagentur für Arbeit. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über die Berufsberatung des zuständigen Arbeitsamtes am Wohnort des Jugendlichen. Weitere Informationen zu unserer Kooperation mit dem Annedore-Leber-Berufsbidungswerk Berlin finden Sie auf unserem Flyer Berufliche Rehabilitation, der hier zum Download zur Verfügung steht.

Sofern jemand bereits über eine Berufsausbildung verfügt, aber seit längerer Zeit nicht mehr erwerbstätig ist, kann mit den von RehaAktiv Darr GmbH angebotenen Reintegrationsseminaren (i.d.R. einjährig) ein Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Auch dieser Träger, mit dem wir intensiv zusammenarbeiten, ist in das kooperative Netzwerk des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg eingebunden.

Das EZBB ist Mitglied im Berlin-Brandenburger Fachteam des Netzwerks Epilepsie und Arbeit (NEA), das bei der Lösung epilepsiebedingter Probleme am Arbeitsplatz hilft. Eine Übersicht über die Arbeit des Berlin-Brandenburger Fachteams finden Sie in diesem Informationsfaltblatt oder auf der Webseite des Netzwerks; die Liste der Ansprechpartner in Berlin/Brandenburg finden Sie hier.

Dr. med. Nora Füratsch
Oberärztin
Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
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Thomas Jaster
Sozialarbeiter
Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberg

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